Die Erasmus-Kapelle der Wüstung Allscheid

Rund vierzig Jahre ist die Eifel Teil Preußens, die Erinnerungen an die kurtrierische Herrschaft verblassen. Knapp fünfzig Jahre ist es her, dass französische Truppen das Rheinland besetzten und im Geiste der Revolution dem uralt verkrusteten Feudalsystem ein Ende bereiteten. Große Freiheit ist gewonnen, doch was nutzt sie den jungen Menschen dieser Zeit, wenn ihr Hunger, Armut und Perspektivlosigkeit zur Seite stehen?

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Sie suchen den Eifel Verlag?

Na, da sind sie fast richtig. Der Eifel Verlag, Eifelverlag oder Eifel-Verlag sowie der Gaasterland Verlag von Achim Gaasterland und der Eifelbildverlag haben eine ganze Weile gemeinsam gearbeitet. Verwirrt? Ja, wir auch ein bisschen. Schaffen wir Klarheit: Aktuell sind beide Verlage, also Eifel Verlag und Eifelbildverlag eigenständig und haben außer der Namensverwandschaft nicht viel mit einander zu tun. Hier sind Sie beim Eifelbildverlag, der seit 2009 vor allem mit gebürtigen Eiflerinnen und Eiflern spannende Bücher über seine Heimat macht. Wir schätzen die Kollegen vom Eifelverlag, haben aber einen anderen Fokus was unsere Bücher und die Verlagsarbeit betrifft. Schauen Sie sich gerne in unserem Blog um, hier finden Sie spannende Artikel zur Eifel und im Archiv sicher auch die ein oder andere Information zum Eifelverlag. Im Shop haben wir auch ab und an Artikel der Kollegen vom Eifel Verlag. Bei uns finden Sie Romane, Wanderführer, Reiseführer, Kinderbücher und natürlich die berühmten Postkarten und Tassen „op Eefler Plaat“.

Dürfen wir Sie auf eine kleine Reise einladen?

Begleiten Sie uns doch in die Provinz … die Qualitätsprovinz Eifel! Hier, wo sich das Licht der Sonne im stillen Wasser der Maare spiegelt, wo der sanft rauschende Wald und seine Bewohner ständige Begleiter des alltäglichen Lebens darstellen und die Uhren noch immer ganz wunderbar anders gehen, entstehen unsere Bücher – mit der gleichen Ruhe und Sorgfalt, wie die Natur sie uns vorgibt. Bücher voller Herzblut und Kreativität. Bücher, die das Schöne feiern und das Wertvolle lieben. Atemberaubende Bildbände, fürsorglich kuratierte Kunsteditionen, Kinderbücher voller Geschichten und nacherlebbarer Geschichte … Das Spektrum unseres Schaffens mag auf den ersten Blick breit erscheinen, doch die handwerkliche Akribie und kreative Grundeinstellung, die jedem einzelnen Titel innewohnt, bleibt immer gleich. Das Wissen, dass ein wirklich gutes Buch wie eine Heimat sein kann.

Wir sind ein junger Verlag, tief im Herzen der Vulkaneifel gelegen, und existieren erst seit wenigen Jahren. Und glauben Sie uns: Wir könnten auch anders. Jedes Mitglied unseres kleinen, engagierten Teams kennt die Verlags- und Kunstbranche genau, vom Verleger bis zur Illustratorin. Seit Jahren publizieren wir in großen Häusern, lesen, informieren und unterhalten auf großen Bühnen, national wie international. Doch immer wieder zieht es uns – aus der Welt, aus der »Szene«, aber auch aus dem Scheinwerferlicht – zurück in die Stille unserer Eifeler Heimat, die uns zur Entstehung neuer Ideen und neuer künstlerischer Schübe so wichtig ist. In diesen Momenten fernab des Trubels gelingen uns unsere vielleicht wertvollsten Werke. Um sie zu präsentieren – fair, nachhaltig und mit dem qualitativen Anspruch, den sie verdienen – haben wir den Verlag gegründet. Oder besser gesagt: mehrere Verlage. Denn wissen Sie, wir lieben schöne Bücher. Wir lieben es, uns in ihnen zu verlieren und uns von ihnen entführen zu lassen. Sie auch? Dann sollten wir uns kennenlernen. Im Eifelbildverlag finden besondere Bücher aus der Eifel eine Heimat, die Edition Bildperlen ist ein Zuhause für wertvolle, internationale Fotoarbeiten renommierter FotografInnen. Seit 2018 sind der Eifel-Verlag und der Gaasterland-Verlag allerdings nicht mehr dabei.

Auf der Spur eines literarischen Schatzes mit Nikolaus Rätz

Autor, Herausgeber, Ehrenamtler und Landwirt: Nikolaus Rätz lebt viele Facetten

Eifelbildverlag: Nikolaus Rätz, Sie haben mit „Lass nie die Eifel dir verpönen“ Gedichte und Erzählungen ihres Vaters Johann Rätz herausgegeben. Wie sind Sie auf diese Werke aufmerksam geworden?

NR: Ich kam als 16-Jähriger zur Wehrmacht und geriet erst in amerikanische, dann in britische Kriegsgefangenschaft. Als ich dann mit 19 Jahren nach Hause auf den elterlichen Hof nach Leudersdorf kam, fand ich eine Fülle von meinem Vater verfasste Gedichte und Erzählungen. Das war für mich völlig neu, denn bis dahin hatte ich ihn gar nicht als Schriftsteller erlebt, sondern als guten Landwirt, dem die praktische Arbeit von der Hand ging. Ich war dann, weil ich mich selbst schon immer für Kultur begeisterte, neugierig auf das, was er geschrieben hatte. Mein Vater war offen für meine Fragen und sprach mit mir über die Gedichte.

Eifelbildverlag: Doch bis zur Herausgabe dieses Nachlasses war es noch ein weiter Weg. Warum jetzt erst… oder jetzt noch?

NR: Erstens waren es ja unendlich viele Dokumente, alle in Sütterlinhandschrift verfasst. Es brauchte 15 Jahre, um sie zu sichten und sich ernsthaft mit ihnen zu befassen. Jetzt habe ich nur rund die Hälfte davon, also etwa 300 Gedichte, bearbeitet und erfassen lassen, so dass sie gedruckt werden konnten. Unterstützung habe ich von Dr. Tim Becker bekommen, dem Kulturwissenschaftler aus Daun. Der war sehr beeindruckt und meint, dass die Werke meines Vaters die Neuentdeckung seit Peter Zirbes sind, und das ist bei dessen Niveau natürlich eine große Freude. Zum anderen sind die Werke meines Vaters auch für heutige Leser noch von Bedeutung, denn sie drücken eine Wertschätzung der Schöpfung aus, die wieder mehr ins Bewusstsein kommt und die nie an Aktualität verliert.

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Maria-Hilf-Kapelle bei Salm

So manches eifeler Wegekreuz oder Heiligenhäuschen, so mancher Bildstock markiert eine Grenze. Aus manchem Wege- kreuz, aus manchem Bildstock wurde im Laufe der Zeit ein Heiligenhäuschen. Bis hierher reicht der göttliche Segen über die Flur – ab hier betritt der Mensch eine andere Welt. Ein Gebet hier gesprochen mag bewirken, dass ein Reisender den Segen des Vertrauten mit hinübernimmt und wohlbehalten wieder zurückkehren mag. Viele Orte in der Vulkaneifel, an denen heilige Monumente errichtet werden, befinden sich auf den Grenzen eines solchen Banns, einer Gemarkung und bilden gleichsam den Horizont des heimatlichen Gebiets.

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Die Arnulphuskapelle bei Walsdorf und Zilsdorf

Lang habe sie dort oben gestanden, auf dem Berg. Eine der ältesten Kirchen sei sie im weiten Umland gewesen. Weithin sichtbar in einer kargen Landschaft. Sie war ein Ort des Glaubens für Pilger, die für die Gesundheit ihres Viehs beteten und zugleich Pfarrkirche für die Dörfer Walsdorf, Zilsdorf, Loogh, Stroheich und Orendorf. Geweiht war sie dem Heiligen Arnulphus, dem Schutzpatron der Müller und Bierbrauer.

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Die Pfarrkirche Hilgerath

Der Tag neigt sich dem Abend, die Arbeit ist getan. In Beinhausen im Wirtshaus treffen sich Bauern zum Kartenspiel und einem genüsslichen Schluck kalten Biers. Die neugierige Magd, die sie bedient, versuchen sie zu ängstigen mit Schauergeschichten, und beißen doch immer wieder auf Granit. Sie will sich nicht hinters Licht führen lassen und trotzt den Erzählungen mit entschiedenem Widerspruch.

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Das Jünkerather Schloss

Das Jünkerather Schloss

Betend harrt man in der Kapelle. Fromm sind die Blicke Aller zum Altar gerichtet. Die Musik der kleinen Orgel erklingt und mischt sich mit dem Klang des pfeifenden und heulenden Windes, der draußen sein Unwesen treibt. Nur kurz zuvor war man, bei bestem Sommerwetter und schönstem Vogelgezwitscher durch Flur und Ort gezogen, hatte feierlich die Fronleichnamsprozession begangen, wie in jedem Jahr. Nur in diesem Jahr übertönte das gemeinsame Beten und Singen eine andere Musik aus der Ferne. Im Schloss Jünkerath, dass nach langer Bauzeit in prächtigem Glanze erstrahlte, feierte man seit dem Vortag ein rauschendes Fest.

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Eifelsage Hippelsteinchen

Das Hippelsteinchen

Wir waren von Gönnersdorf aufgebrochen, um auf unserem Feld das Heu aufzuladen, das im warmen Sonnenlicht der letzten Tage trocknete. Es war ein Freitag, den Dreizehnten zählte man, und in meinen Augen deutete nichts darauf hin, was heute geschehen würde. Vom Hippelsteinchen, so sagte man sich seit Generationen, ginge eine eigenartige Kraft aus, und man solle sich vor ihm hüten, vor allem Freitags zur Mittagszeit. Doch an jenem Sommertag erlebte ich, was ich nimmer für möglich gehalten hätte.

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Bestsellerautor Christian Humberg stellte neues Kinderbuch „Der Schrecken der Teufelsschlucht“ in der Teufelsschlucht vor

Pikrit, das freche Vulkanteufelchen, ist zurück! Der kleine Frechdachs, heimlicher Held und Publikumsliebling der Kinderbuchserie „Sagenhaft Eifel!“ aus dem Dauner Eifelbildverlag, schlägt im soeben erschienenen zweiten Band der erfolgreichen Reihe wieder zu. Der aus Birresborn stammende Autor Christian Humberg stellte seinen Roman am Samstag, 8.4. 2017, im Dinokino des Dinosaurierparks Teufelsschlucht (bei Ernzen/Südeifel) erstmals vor. Weiterlesen

Burgruine Freudenkoppe

Die Burgruine Freudenkoppe

Tosend stürmt der Wind um den Berg. Ächzend wiegen sich die Bäume, Äste krachen und morsche Stämme bersten. Tief aus dem Wald vernimmt man das Kläffen von Hunden, das Knallen von Peitschen, schauerliches Lachen und Winseln und vielerlei Geschrei. Das Koppermännchen ist wieder auf der Jagd. Von Flammen umrankt, auf mächtigem Pferde sitzend, reitet es zwischen den Bäumen um die Burg Freudenkoppe auf dem Nerother Kopf. Ihm folgen schaurige Gestalten, den Kopf unterm Arm, die Beine über dem Kopf – eine illustre Schar an Jagdgesellen. Die Mauern der Burg beginnen zu wanken, Steine lösen sich und rollen zu Tal.

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