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Fröhliches Frühjahr!

Verleger Sven Nieder erzählt gerne davon, wie er vor fünf Jahren mit Laali Lyberth auf der Eifeler Buchmesse in Nettersheim stand – mit genau einem Buch, dem Himmel über der Vulkaneifel.
Mit einem Buch! Und jetzt schauen Sie mal, wie dick diese Vorschau ist. Zugegeben, wir haben auch die Backlist mit reingepackt, aber von einem Titel (inkl. Backlist) vor fünf Jahren zu einer Novitätenvorschau diesen Formats, da kann man sagen, in den letzten Jahren ist einiges passiert.
Erst gesellte sich 2017 die Edition Bildperlen dazu, die für hoch­wertige Fotokunstbücher steht. Dann haben wir Mitte 2018 den Regionalia Verlag übernommen, der vielen als Verlag mit einem reichhaltigen Programm aus regionalen Sachbüchern ein Begriff sein dürfte. Und das Haus, in dem nun Eifelbildverlag, Regionalia Verlag und die Edition Bildperlen zu Hause sind, haben wir Kraterleuchten GmbH genannt. Kraterleuchten? Selbstverständlich: Auch, wenn wir uns schon mal regional über den Rand der Eifel hinausbewegen, leuchten in uns immer die Krater unserer Heimat.

Eifel Verlag Programm Eifelbildverlag

So, und jetzt wollen wir mal, um dem Format gerecht zu werden, vorschauen. Eddi Meier porträtiert meisterhaft die Berge der Vulkaneifel, nicht nur um ihnen ein Denkmal zu setzen, sondern auch, um vor ihrem drohenden Verschwinden zu warnen. Auf einen schaurigen Streifzug durch das Hohe Venn nehmen Josef Gaspers und Hubert vom Venn Sie mit. Oder möchten Sie gleich mit Achim Konejung in die Eifeler Unterwelten abtauchen? Das und mehr entdecken Sie in unserer Programmvorschau für das Frühjahr 2019.
Oh, hat hier jemand Frühjahr gesagt? Genau, lassen Sie uns nach draußen gehen – zum Beispiel zu einer mehrtägigen Wanderung auf dem Lieserpfad mit dem Lieserpfad Wanderführer. Auch für die kleineren Eifelentdecker finden Sie in Entdecke deine Eifel einen dankbaren Wanderführer. Und spannende Lesestunden verspricht wie immer Christian Humberg mit dem neusten Band von Sagenhaft Eifel, auf den Sie sich im Juni freuen können.

Also, auf gut Eiflerisch: Su e schie Programm hatten mir zelèbdesdaachs noch net! (Zum Glück darf man den Satz nach alter Eifeler Tradition jährlich mit unveränderter Inbrunst wiederholen.)

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Ein Heiligenhäuschen aus eifeler Krotzen bei Daun

Ein Heiligenhäuschen aus eifeler Krotzen bei Daun

Auf dem Rücken des erloschenen Vulkans Firmerich, an der alten Straße zwischen Daun und Darscheid gelegen, steht ein Heiligenhäuschen, welches nach dem Zweiten Weltkrieg aus vulkanischem Gestein gemauert wurde. Es soll infolge eines Gelübdes von einem Boverather Bewohner errichtet worden sein, der hoffte, heil aus dem Krieg wieder zu seiner Familie heimzukehren.

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Das Heiligenhäuschen der heiligen Birgitta am Afelskreuz

Das Heiligenhäuschen der Heiligen Birgitta am Afelskreuz

Am Afelskreuz kreuzen sich viele Wege. Im Wald oberhalb von Katzwinkel gelegen, kann der Wanderer verweilen. Bereits zu keltischer und römischer Zeit hatte dieser Weg auf den Höhen für die Menschen Bedeutung. Das große hözerne Afelskreuz trägt als Inschrift die Jahreszahlen 1231, 1931 und 1977. Die Zahl 1231 kündet von der langen christlichen Glaubensgeschichte der Eifel.

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Die Waldkapelle bei Oberelz

Die Waldkapelle bei Oberelz

Das Heiligenhäuschen nordwestlich von Oberelz lädt mit Bänken und Tisch nicht nur Wanderer zum Verweilen ein. Auch die Gestalter des Häuschens haben ihre Beziehung zur Welt manifestiert. Eine Marienstatue aus Lourdes legt nahe, dass sie von einer Pilgerreise nach Frankreich mitgebracht wurde. Neben ihr stehen zudem zwei Bildchen, welche die Marienerscheinung in Lourdes darstellen.

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Die Lourdes-Marienkapelle bei Birresborn

Die Lourdes-Marienkapelle bei Birresborn

Achtzehnmal erscheint die Mutter Gottes der kleinen Bernadette von Lourdes im Jahr 1858. In einer kleinen Grotte geschieht das Wunder, wo zugleich eine Quelle entspringt, deren Wasser heilende Wirkung zugeschrieben wird. Seither pilgern tausende von Menschen Jahr für Jahr in den Ort nahe der spanischen Grenze. Und für die Menschen der Eifel bedeutet diese Wallfahrt seit vielen Jahrzehnten viel. Regelmäßig machen sich die Menschen aus den Kirchengemeinden mit Bus und Bahn auf den Weg, um in der Ferne Linderung und Heilung von Schmerz und Krankheit zu erbitten oder um den eigenen Glauben zu stärken.

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Et jet net jefriemelt – der Eifelbildverlag übernimmt den Regionalia Verlag

Oh wir freuen uns! Der deutschlandweit erfolgreiche Regionalia Verlag gehört jetzt zu uns. Und weil wir noch deutlich mehr vorhaben und uns langsam aus der Eifel in die Welt ausdehnen, bekommt unsere Firma auch einen neuen Namen: Kraterleuchten. Echt Eifel eben. Der Eifel bleiben wir mit dem Firmensitz natürlich erhalten und veröffentlichen ab sofort unter den Marken Eifelbildverlag, Edition Bildperlen und Regionalia Verlag jeweils passende Titel.

Hier für alle die mehr wissen wollen die Pressemiteilung:

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Die Hanertkapelle bei Mürlenbach

Die Hanertkapelle bei Mürlenbach

Die Glocke am Eingang der Kapelle zu läuten, ist wie ein Gebet: Gott zur Ehre, dem Menschen zur Freude. Ein Hinweis im Inneren der Hanertkapelle bei Mürlenbach lädt die Besucher dazu ein, sie nach stillem Gebet zum Klingen zu bringen. Der Klang der Glocken wird – wie womöglich auch das Leben – von vielen Tönen bestimmt: Vom Grundton, dem Unterton und vielen mitschwingenden Obertönen.

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Die Erasmus-Kapelle der Wüstung Allscheid

Die Erasmus-Kapelle der Wüstung Allscheid

Rund vierzig Jahre ist die Eifel Teil Preußens, die Erinnerungen an die kurtrierische Herrschaft verblassen. Knapp fünfzig Jahre ist es her, dass französische Truppen das Rheinland besetzten und im Geiste der Revolution dem uralt verkrusteten Feudalsystem ein Ende bereiteten. Große Freiheit ist gewonnen, doch was nutzt sie den jungen Menschen dieser Zeit, wenn ihr Hunger, Armut und Perspektivlosigkeit zur Seite stehen?

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Eifel Verlag, Eifel-Verlag, Eifelverlag, Eifelbildverlag … ui, ist das verwirrend!

Sie suchen den Eifel Verlag?

Na, da sind sie fast richtig. Der Eifel Verlag, Eifelverlag oder Eifel-Verlag sowie der Gaasterland Verlag von Achim Gaasterland und der Eifelbildverlag haben eine ganze Weile gemeinsam gearbeitet. Verwirrt? Ja, wir auch ein bisschen. Schaffen wir Klarheit: Aktuell sind beide Verlage, also Eifel Verlag und Eifelbildverlag eigenständig und haben außer der Namensverwandschaft nicht viel mit einander zu tun. Hier sind Sie beim Eifelbildverlag, der seit 2009 vor allem mit gebürtigen Eiflerinnen und Eiflern spannende Bücher über seine Heimat macht. Wir schätzen die Kollegen vom Eifelverlag, haben aber einen anderen Fokus was unsere Bücher und die Verlagsarbeit betrifft. Schauen Sie sich gerne in unserem Blog um, hier finden Sie spannende Artikel zur Eifel und im Archiv sicher auch die ein oder andere Information zum Eifelverlag. Im Shop haben wir auch ab und an Artikel der Kollegen vom Eifel Verlag. Bei uns finden Sie Romane, Wanderführer, Reiseführer, Kinderbücher und natürlich die berühmten Postkarten und Tassen „op Eefler Plaat“.

Dürfen wir Sie auf eine kleine Reise einladen?

Begleiten Sie uns doch in die Provinz … die Qualitätsprovinz Eifel! Hier, wo sich das Licht der Sonne im stillen Wasser der Maare spiegelt, wo der sanft rauschende Wald und seine Bewohner ständige Begleiter des alltäglichen Lebens darstellen und die Uhren noch immer ganz wunderbar anders gehen, entstehen unsere Bücher – mit der gleichen Ruhe und Sorgfalt, wie die Natur sie uns vorgibt. Bücher voller Herzblut und Kreativität. Bücher, die das Schöne feiern und das Wertvolle lieben. Atemberaubende Bildbände, fürsorglich kuratierte Kunsteditionen, Kinderbücher voller Geschichten und nacherlebbarer Geschichte … Das Spektrum unseres Schaffens mag auf den ersten Blick breit erscheinen, doch die handwerkliche Akribie und kreative Grundeinstellung, die jedem einzelnen Titel innewohnt, bleibt immer gleich. Das Wissen, dass ein wirklich gutes Buch wie eine Heimat sein kann.

Wir sind ein junger Verlag, tief im Herzen der Vulkaneifel gelegen, und existieren erst seit wenigen Jahren. Und glauben Sie uns: Wir könnten auch anders. Jedes Mitglied unseres kleinen, engagierten Teams kennt die Verlags- und Kunstbranche genau, vom Verleger bis zur Illustratorin. Seit Jahren publizieren wir in großen Häusern, lesen, informieren und unterhalten auf großen Bühnen, national wie international. Doch immer wieder zieht es uns – aus der Welt, aus der »Szene«, aber auch aus dem Scheinwerferlicht – zurück in die Stille unserer Eifeler Heimat, die uns zur Entstehung neuer Ideen und neuer künstlerischer Schübe so wichtig ist. In diesen Momenten fernab des Trubels gelingen uns unsere vielleicht wertvollsten Werke. Um sie zu präsentieren – fair, nachhaltig und mit dem qualitativen Anspruch, den sie verdienen – haben wir den Verlag gegründet. Oder besser gesagt: mehrere Verlage. Denn wissen Sie, wir lieben schöne Bücher. Wir lieben es, uns in ihnen zu verlieren und uns von ihnen entführen zu lassen. Sie auch? Dann sollten wir uns kennenlernen. Im Eifelbildverlag finden besondere Bücher aus der Eifel eine Heimat, die Edition Bildperlen ist ein Zuhause für wertvolle, internationale Fotoarbeiten renommierter FotografInnen. Seit 2018 sind der Eifel-Verlag und der Gaasterland-Verlag allerdings nicht mehr dabei.

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Interview mit Nikolaus Rätz Lass nie die Eifel Dir verpönen

Auf der Spur eines literarischen Schatzes mit Nikolaus Rätz

Autor, Herausgeber, Ehrenamtler und Landwirt: Nikolaus Rätz lebt viele Facetten

Eifelbildverlag: Nikolaus Rätz, Sie haben mit „Lass nie die Eifel dir verpönen“ Gedichte und Erzählungen ihres Vaters Johann Rätz herausgegeben. Wie sind Sie auf diese Werke aufmerksam geworden?

NR: Ich kam als 16-Jähriger zur Wehrmacht und geriet erst in amerikanische, dann in britische Kriegsgefangenschaft. Als ich dann mit 19 Jahren nach Hause auf den elterlichen Hof nach Leudersdorf kam, fand ich eine Fülle von meinem Vater verfasste Gedichte und Erzählungen. Das war für mich völlig neu, denn bis dahin hatte ich ihn gar nicht als Schriftsteller erlebt, sondern als guten Landwirt, dem die praktische Arbeit von der Hand ging. Ich war dann, weil ich mich selbst schon immer für Kultur begeisterte, neugierig auf das, was er geschrieben hatte. Mein Vater war offen für meine Fragen und sprach mit mir über die Gedichte.

Eifelbildverlag: Doch bis zur Herausgabe dieses Nachlasses war es noch ein weiter Weg. Warum jetzt erst… oder jetzt noch?

NR: Erstens waren es ja unendlich viele Dokumente, alle in Sütterlinhandschrift verfasst. Es brauchte 15 Jahre, um sie zu sichten und sich ernsthaft mit ihnen zu befassen. Jetzt habe ich nur rund die Hälfte davon, also etwa 300 Gedichte, bearbeitet und erfassen lassen, so dass sie gedruckt werden konnten. Unterstützung habe ich von Dr. Tim Becker bekommen, dem Kulturwissenschaftler aus Daun. Der war sehr beeindruckt und meint, dass die Werke meines Vaters die Neuentdeckung seit Peter Zirbes sind, und das ist bei dessen Niveau natürlich eine große Freude. Zum anderen sind die Werke meines Vaters auch für heutige Leser noch von Bedeutung, denn sie drücken eine Wertschätzung der Schöpfung aus, die wieder mehr ins Bewusstsein kommt und die nie an Aktualität verliert.